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Hotel Albrechtshof
Albrechtstraße 8
10117 Berlin
Tel. +49 (30) 308 86 0
Fax +49 (30) 308 86 100
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100 Jahre Hotel Albrechtshof
Grußwort des Präses Nikolaus Schneider

100 Jahre sind ein guter Anfang...

... das ist ein überzeugend schönes Motto für ein Haus, das durch seine bewegende Geschichte selbst auf seine ganz eigene Weise an der Geschichte mitgeschrieben hat. Dass ein Hotel mehr sein kann als eine Stätte zum Übernachten, hat der Albrechtshof mitten in Berlin seit seiner Gründung eindrucksvoll bewiesen. Als Hospiz am geschichtsträchtigen Bahnhof Friedrichstraße eröffnet, zeigt der Rückblick auf die zurückliegenden hundert Jahre, dass Herbergssuche beim Albrechtshof oft nicht nur die Suche nach einer Unterkunft war, sondern sich außergewöhnliche Lebensgeschichten und bewegende geschichtliche Epochen mit einem Ort in segensreicher Weise verquicken können.

Die Bibel, die nicht nur in der Geburtserzählung beim Evangelisten Lukas den elementaren und symbolträchtigen Wert einer Herberge betont, mahnt und ermuntert uns, gastfrei zu sein, weil hinter einem Gast immer auch eine ganz besondere, gesegnete Geschichte stehen kann, die durch einen Ort zu ihrer Entfaltung kommt. „Gastfrei sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt“, heißt es im 13. Kapitel des Hebräerbriefes.

Diesen Vers möchte ich allen Verantwortlichen und allen Gästen, die in den nächsten Jahren im Albrechtshof arbeiten und für kurze Zeiten leben werden, als Zusage und Ermutigung mitgeben. Viel Gutes ist vom Albrechtshof ausgegangen in seiner wechselvollen Geschichte mitten in Berlin. Von einer Heimat auf Zeit für die Familien, die durch die deutsche Teilung getrennt waren, bis zu einem der wenigen geschützten Treffpunkte für Kirchenvertreter inmitten staatlicher Reglementierungen, bot der Albrechtshof oft den Raum für das Erleben einer Wahrheit, die lange hinter so manch sichtbarer Wirklichkeit verborgen war. Ein Ruhepol in äußerlicher und innerlicher Aufgeregtheit, ein Domizil, aus dem man gestärkt aufbrechen konnte zur nächsten Etappe des Weges.

Dass die Zeiten rund um den Albrechtshof friedlicher werden und bleiben als in der zurückliegenden Geschichte, das wünsche ich allen, die in diesem Haus aus und ein gehen. Dass Gottes Segen Sie begleitet, das möge sich nie ändern.

Ihr Präses Nikolaus Schneider
Amtierender Ratsvorsitzender der EKD

...weitere Grußworte

Weitere Grußworte unter anderem von:

Bischof Dr. Markus Dröge, EKBO
Hans-Georg Filker, Direktor der Berliner Stadtmission
Hans-Jürgen Wiesenbach, Präsident des VCH
Ernst Fischer, Präsident DEHOGA
Christian Wiesenhütter, Stellv. Hauptgeschäftsführer IHK Berlin

sind ab 20. Mai in der Festschrift zu lesen.